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Ihr Florenz

Piazza della Signoria
Die prächtige Piazza della Signoria begann im Jahr 1268 Gestalt anzunehmen, als die Guelfen die Macht über Florenz übernahmen und beschlossen, alle Häuser ihrer Rivalen, der Ghibellinen, abzureißen.
Als Erstes wurden die Türme der Foraboschi und der Uberti niedergerissen, bis am Ende ganze 36 Häuser zerstört waren.

  • INFO
  • Durch diese "Auslöschung" der Feinde, auf deren Grundstücken seither keine Gebäude mehr errichtet werden durften, entstand die besondere L-Form des Platzes sowie die unregelmäßige Anordnung der umgrenzenden Gebäude. Erst im Jahr 1385 wurde der Platz gepflastert.
    Mit dem im Jahr 1302 von Arnolfo di Cambio fertiggestellten Bau des Palazzo della Signoria als Sitz der republikanischen Regierung wurde der Platz zum Zentrum des politischen Lebens in Florenz.
    Auch unter den Medici – Herzog Cosimo I. lebte dort von 1540 bis 1565 – blieb der Palazzo della Signoria der politische Mittelpunkt der Stadt.
    Am 23. Mai 1498 wurde Girolamo Savonarola als Ketzer auf der Piazza della Signoria, gegenüber dem Neptunbrunnen, verbrannt. An der Stelle findet man heute eine in den Boden eingelassene Gedenktafel.
    Die Piazza ist ein regelrechtes Freilichtmuseum: Im Süden liegt der Piazzale degli Uffizi und daneben die Loggia dei Lanzi mit ihren Gewölbebögen, unter denen sich 15 Statuen befinden, unter anderem Perseus mit dem Medusenhaupt von Cellini.
    Alle Statuen auf der Piazza sind herausragende Kunstwerke: der Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammannati, das Reiterdenkmal Cosimos I. von Giambologna und die Nachbildung von Michelangelos David.
    Im 14. Jh. wurden dem Platz noch die Loggia della Signoria für öffentliche Zeremonien und das Handelsgericht Tribunale della Mercanzia hinzugefügt.
    Rund um die Piazza befinden sich prächtige Gebäude, wie der Palazzo Uguccioni aus dem 16. Jh. und der Palazzo delle Assicurazioni Generali, der im Jahr 1871 im Stil der Neorenaissance am früheren Standort der Kirche Santa Cecilia erbaut wurde.
    Archäologische Ausgrabungen brachten unter den mittelalterlichen Häusern Überreste aus der Zeit des Römischen Reichs hervor, darunter ein Thermalbad und eine Stofffärberei.