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Ihr Florenz

Palazzo Pitti und Boboli-Garten
Palazzo Pitti wurde um 1440 nach Plänen von Filippo Brunelleschi für den Kaufmann Luca Pitti erbaut.
Im Jahre 1550 erwarb Cosimo I. de' Medici das Gebäude für seine schöne Gemahlin Eleonora von Toledo, um daraus die Residenz der Familie zu machen. Bartolomeo Ammannati wurde für die Arbeiten am Bogengang im Hof und an den großen Fenstern beauftragt, während Bernardo Buontalenti den hinter Palazzo Pitti gelegenen Boboli-Garten anlegte.

  • INFO
  • Durch die Erweiterungsarbeiten sollte Bartolomeo Ammannati die Kaufmannsresidenz in einen wahren Königshof umwandeln: Er baute die prächtige Prunktreppe und erweiterte den Palast zum Garten hin.
    Im Jahre 1553 zog die Herzogsfamilie im Palazzo Pitti ein; bis 1783 wurde der Palast noch mehrmals umgebaut.
    1565 errichtete Giorgio Vasari den berühmten Vasari-Gang, der den Palazzo Pitti über den Ponte Vecchio und die Uffizien mit dem Palazzo della Signoria auf der anderen Seite des Arno verbindet.
    Im Jahre 1618 wurde Giulio da Parigi, der Neffe von Ammannati, mit den Erweiterungsarbeiten für die Fassade beauftragt; schließlich ließ Großherzog Ferdinando II. anlässlich seiner Hochzeit mit Vittoria della Rovere zahlreiche Künstler kommen, um den Palast in ein prachtvolles Schloss umzuwandeln.
    Ende des 18. Jh. wurden auf Befehl von Peter Leopold von Lothringen die im neoklassischen Stil gehaltene Palazzina della Meridiana sowie die zwei Seitenflügel (die so genannten rondò) hinzugefügt, die den Vorplatz einrahmen und als letzter Anbau an den Palast gelten.
    Im Palazzo Pitti befindet sich die Galleria Palatina, die 1828 von Großherzog Leopold II. gegründet wurde; sie enthält Werke von Tizian, Raffael, Tintoretto, Caravaggio, Botticelli, Perugino, Canova und Rubens.
    In der Galerie der Modernen Kunst ist ein Querschnitt der italienischen Kunst des 19. und 20. Jh. ausgestellt, mit einem besonderen Fokus auf den Werken der Macchiaioli.
    Im Laufe des 17. Jh. wurde der Palazzo Pitti ein bevorzugter Ort für bedeutende wissenschaftliche Versammlungen, an denen neben dem Großherzog berühmte Physiker und Mathematiker wie Evangelista Torricelli und Vincenzo Viviani teilnahmen. Aus diesen Sitzungen entstand die 1657 von Prinz Leopoldo II. de' Medici und Großherzog Ferdinando II. de' Medici gegründete Accademia del Cimento (Akademie der Experimente). Diese war die erste wissenschaftliche Gesellschaft in Europa, hatte aber nur 10 Jahre Bestand. 1801 wurde ein Versuch unternommen, die Akademie wieder ins Leben zu rufen, doch dieser dauerte nicht länger als 10 Tage. Im Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte sind heute die Instrumente ausgestellt, die die Akademiker bei ihren Naturbeobachtungen und wissenschaftlichen Experimenten verwendeten.
    Heute beherbergt der Palazzo Pitti unter anderem auch das Silbermuseum, in dem sich kostbare Ausstellungsstücke etwa aus Elfenbein und Kristall befinden, sowie das Kostümmuseum.
    Sitz des prachtvollen Kostümmuseums ist der Padiglione della Meridiana, der auch die Sammlung Contini Bonacossi mit Werken von Goya, Veronese und Duccio di Boninsegna beherbergt. Zur Museumsanlage des Palazzo Pitti gehören auch das Porzellanmuseum und das Kutschenmuseum, die sich beide im Boboli-Garten befinden.

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