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Ihr Florenz

Akademie der Schönen Künste
Die Florentiner Kunstakademie hat ihren Sitz im ehemaligen Krankenhaus San Matteo, 1388 bis 1410 erbaut und in der Folge umstrukturiert. Ihre Ursprünge gehen auf die ersten Handwerkszünfte in Florenz zurück.

  • INFO
  • Die auf Betreiben des Architekten Vasari gegründete Accademia delle Arti del Disegno (Akademie der Zeichenkunst) entwickelte sich aus der 1339 gegründeten Malergesellschaft Compagnia di San Luca, die unter der Schirmherrschaft von Cosimo I. de' Medici stand. Sie wird gemeinhin als eine der ersten Einrichtungen in Europa betrachtet, die sich die Lehre der Künste und Wissenschaften zur Aufgabe machte und so am Beginn des modernen Konzeptes einer Akademie stand. Als erste Rektoren und Leiter der Akademie wurden Cosimo I. und der "göttliche" Michelangelo bestimmt, der jedoch zu diesem Zeitpunkt in Rom lebte und ein Jahr nach seiner Ernennung starb. Die Akademie selbst sorgte für seine denkwürdige Beisetzung in der Kirche Santa Croce.
    So entstand eine kulturelle Einrichtung von großem historischen und künstlerischen Wert, die Persönlichkeiten wie Vasari, Ammannati, Sansovino, Giambologna und Cellini zu ihren Mitgliedern zählte; unter den Schülern der Akademie war sogar Galileo Galilei.
    Der Großherzog der Toskana, Peter Leopold I. von Lothringen, sorgte 1784 für die Umstrukturierung der Akademie nach modernen europäischen Maßstäben und ihre neoklassische Umbenennung in Accademia delle Belle Arti (Akademie der Schönen Künste).
    Zu dieser Zeit wurden die Unterrichtsfächer festgelegt, darunter Malerei, Bildhauerei, Architektur, Ornamentkunst und Kupferstecherei.
    Zur Unterstützung der Lehre wurden in der Akademie eine Pinakothek und eine Sammlung von originalen Statuen und Gipsfiguren - darunter der heute im Museo dell'Accademia ausgestellte "Raub der Sabinerinnen" von Giambologna - sowie von Nachbildungen wie den "Gottheiten des Parthenon", die Antonio Canova nach Florenz bringen ließ, eingerichtet. Des Weiteren verfügte die reichhaltige Bibliothek schon damals über eine enorme Anzahl seltener Ausgaben und Drucke.
    Es wurden Preise, Ausstellungen und Stipendien geschaffen, die den jungen Schülern Studienaufenthalte in Rom und anderen italienischen Städten ermöglichten.
    Durch die napoleonische Satzung von 1811 wurden der Akademie eine Schule für Musik und Redekunst sowie eine Hochschule für Kunsthandwerk hinzugefügt. Aus diesen beiden "Klassen" entstanden später das Konservatorium und die Technische Fachoberschule von Florenz.
    Im 20. Jh. wurde mit der Schulreform von 1923 das Fach Archiktektur an die Universtität Florenz ausgelagert, 1970 wurden spezialisierte Studiengänge eingerichtet.
    Heute orientiert sich die Akademie mit der Einführung von Masterstudiengängen und der daraus folgenden Unterscheidung von Bachelor- und Masterabschlüssen zunehmend an universitären Studienabläufen.

Corporate Data

CAMERA CON VISTA S.R.L.
Viale S.Lavagnini, 18
50129 Florence

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